{"id":592,"date":"2025-10-25T17:30:25","date_gmt":"2025-10-25T15:30:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.paulus-mainz.de\/?page_id=592"},"modified":"2025-10-25T17:30:25","modified_gmt":"2025-10-25T15:30:25","slug":"paulus-geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.paulus-mainz.de\/?page_id=592","title":{"rendered":"Paulus-Geschichte"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Geschichte der Leipziger Universit\u00e4tss\u00e4ngerschaft zu St. Pauli in Mainz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Leipziger Universit\u00e4tss\u00e4ngerschaft zu St. Pauli in Mainz ist eine studentische Verbindung, die den Chorgesang, insbesondere den gemischten Chor, pflegt. Der Name der Verbindung weist auf ihren Ursprungsort Leipzig hin.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 4. Juli 1822 ist der Paulus, wie manche die Verbindung nennen, als S\u00e4ngerverein zu St. Pauli mit 16 Mitgliedern in Leipzig gegr\u00fcndet worden. Der Hauptzweck des Vereins war nach den Statuten: \u201eden Kirchengesang zu leiten und durch Auff\u00fchrung guter kirchlichen Gesangsst\u00fccke ohne alle weitere Instrumentalbegleitung \u2013 die Orgel ausgenommen \u2013 das Gem\u00fct zu religi\u00f6ser Andacht zu stimmen.\u201c Gem\u00e4\u00df dieser Bestimmung haben die Pauliner den Gesang in der Universit\u00e4tskirche sehr eifrig gepflegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Daraus ergab sich zwischen dem Paulus und der Universit\u00e4t eine enge Verbindung, die sich anfangs nur auf den Gesang in der Paulinerkirche bezog. Ab 1836 wurde dem Paulus auch der Gesang bei Feiern der Universit\u00e4t, insbesondere beim Rektoratswechsel \u00fcbertragen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Paulus wird eine Korporation<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Pauliner durften keiner anderen musikalischen Vereinigung angeh\u00f6ren, w\u00e4hrend ihnen die Zugeh\u00f6rigkeit zu einer studentischen Korporation freigestellt war. Bald gab es Bestrebungen, auch nach au\u00dfen hin als eigene Korporation aufzutreten. So wurde am 29. November 1893 nach heftigen Debatten die Couleur \u201eHellblau-Wei\u00df-Dunkelblau\u201c in der uns heute bekannten Form beschlossen, die seit 1900 auch an der M\u00fctze getragen wird. Damit war der Paulus vom Verein zur Korporation geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>Von 1840 an stellten die Mitglieder der Universit\u00e4tss\u00e4ngerschaft zu St. Pauli kontinuierlich erhebliche Anteile der M\u00e4nnerstimmen des Gewandhauschors in Leipzig. &nbsp;Gewandhauskapellmeister war damals Felix Mendelssohn-Bartholdy.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter der Direktion von Hermann Langer, der den Verein von 1843 bis 1887 leitete, stieg die Mitgliederzahl und auch gesanglich nahm der Verein unter Langers Leitung eine ungeahnte positive Entwicklung, sodass er zu einem der angesehensten M\u00e4nnergesangvereine Deutschlands wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Erw\u00e4hnenswert ist auch, dass die Pauliner von 1877 bis 1940 jedes Jahr eine Operette auff\u00fchrten. Diese waren in Leipzig ein gesellschaftliches Ereignis zogen bis zu 1000 Zuschauer pro Vorstellung an. Die Operetten waren eine Art Kabarett, in dem gesellschaftliche und politische Ereignisse karikiert wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>In Leipzig hatte die Verbindung zwei verschiedene Verbindungsh\u00e4user, die heute noch erhalten sind, aber dem Paulus nicht mehr geh\u00f6ren. An einem ist heute noch das Wappen der Verbindung zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die S\u00e4ngerschaft findet in Mainz-Gonsenheim ein neues Zuhause<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem zweiten Weltkrieg kamen die Alten Herren des Verbandes der Alten Pauliner aufgrund des Verbots der traditionellen Korporationen im Westen wieder zusammen und \u00fcberlegten, wo man die Verbindung neu gr\u00fcnden k\u00f6nnte. In Mainz gab es bisher keine S\u00e4ngerschaft und so wurde beschlossen, 1953 in Mainz eine Aktivitas \u201eaufzumachen\u201c. Um auf die Tradition mit Leipzig hinzuweisen, wurde der Name gew\u00e4hlt. In Mainz konnte der Paulus mit der Universit\u00e4t aber keine so enge Verbindung herstellen wie in Leipzig. Die Verbindung gliedert sich in Aktivitas und Altherrenverband und f\u00f6rdert dadurch die lebenslange Freundschaft der Mitglieder.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Verkaufserl\u00f6s eines geerbten Hauses konnte man ein Grundst\u00fcck in Mainz-Gonsenheim mit einem renovierungsbed\u00fcrftigen Haus erwerben. Dieses Haus wurde dann der Mittelpunkt der Verbindung und bot nach einem Erweiterungsbau gute M\u00f6glichkeiten f\u00fcr das gesellige Beisammensein und die Chorarbeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Um die Chorarbeit vielseitiger zu gestalten, wurde der M\u00e4nnerchor 1967 zu einem gemischten Chor. Dies f\u00fchrte dazu, dass sich die Chordamen bald wie eine eigene Gruppe empfanden und eigene Sprecherinnen w\u00e4hlten. Dar\u00fcber hinaus wurde von ehemaligen Chordamen der \u201eFreundeskreis Pauliner Chordamen\u201c gegr\u00fcndet, sodass auch generationen\u00fcbergreifend eine Verbindung zwischen den Chordamen besteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 4. Juli 2022 feierte der Paulus sein 200-j\u00e4hriges Stiftungsfest und weihte an diesem Fest auch das 2021 auf einem Teil des alten Grundst\u00fccks neu errichtete Paulinerhaus offiziell ein.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschichte der Leipziger Universit\u00e4tss\u00e4ngerschaft zu St. Pauli in Mainz Die Leipziger Universit\u00e4tss\u00e4ngerschaft zu St. Pauli in Mainz ist eine studentische Verbindung, die den Chorgesang, insbesondere den gemischten Chor, pflegt. Der Name der Verbindung weist auf ihren Ursprungsort Leipzig hin. Am 4. 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